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Hasenkäfig:

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Dies sind die wichtigsten Kriterien zum Hasenkäfig-Kauf:

 

Wie groß soll der Hasenkäfig sein?

 
Dieses ist das allerwichtigste und gleichzeitig auch das schwierigste Thema beim Hasenkäfig-Kauf. Im Interesse der Tiere kann der Käfig gar nicht groß genug sein. Mehrere Faktoren sind dabei zu berücksichtigen:

 

Die Größe der Hasen (die Kaninchenrasse)

Je größer die gewählte Kaninchenrasse, desto größer muss der Hasenkäfig sein.

Da es aufgrund der verfügbaren Käfiggrößen ohnehin kaum möglich ist, den Hasen eine annähernd artgerechte Haltung in einem Hasenkäfig zu verschaffen, sollte man sich hier auf echte Zwerge (Zwergkaninchen = Zwerghasen) beschränken. Dennoch wird auch für die Zwergrassen ein Hasenkäfig als dauerhafter Lebensraum niemals wirklich groß genug sein.

Für alle mittleren und großen Kaninchenrassen bedeuten die im Handel angebotenen Hasenkäfige aufgrund der Größe eine Tierquälerei.

Leider kommt es häufig vor, dass bei der Anschaffung junger „angeblicher“ Zwerghasen sich diese später als Rassen-Irrtum herausstellen und weit über den für sie verfügbaren Platz herauswachsen. Deshalb ist es hier wichtig, einen Züchter aufzusuchen, der wirklich kompetent und vertrauenswürdig ist.

Am besten ist es, wenn sich der Züchter schon längere Zeit auf eine bestimmte Zwerg-Rasse spezialisiert hat. Das schließt die Gefahr aus, dass sich dann irgendwie doch unerwartete Gene auf unvorhergesehener Weise durchsetzen.

 

Die Anzahl der Hasen, die in dem Hasenkäfig leben sollen

Je mehr Hasen, desto größer muss der Hasenkäfig sein.

Die logische Schlussfolgerung könnte darauf sein, dass man nur ein Einzeltier in dem Käfig hält. Dem ist aber nicht so.

Die Einzelhaltung ist nicht artgerecht, da Kaninchen natürlicherweise in Gemeinschaft mit ihren Artgenossen zusammen leben. Die Gemeinschaft bietet ihnen Schutz, da mehrere Tiere eine Gefahr früher erkennen, als ein einzelnes Tier. So fühlen sich die Tiere in Gemeinschaft sicherer und erleiden nicht so viel dauerhaften Stress, der sich auch negativ auf ihre Gesundheit auswirkt.

Außerdem unterstützen sich der Hasen gegenseitig bei der Körperpflege, bieten einander Beschäftigung, Liebe und Wärme.

Inwieweit die Zuwendung eines Menschen den Artgenossen ersetzten kann, darüber gehen die Ansichten und Erfahrungen der Fachleute weit auseinander. Wir Menschen würden ja auch nicht in „Einzelhaft“ leben wollen - auch nicht, wenn sich ein Dinosaurier liebevoll um uns kümmert und immer für uns da ist.

Es gilt also hier, die Anzahl der Hasen möglichst gering zu halten, gleichzeitig aber zu gewährleisten, dass die Tiere stets in Gemeinschaft mit Artgenossen zusammen sind. Die optimale Anzahl für die Hasenhaltung im Käfig ist demnach: ZWEI Hasen in einem Hasenkäfig.

Dabei ist nun wieder das Problem zu lösen, dass sich die Tiere weder vermehren können, noch dass sie sich gegenseitig bekämpfen und verletzen. Hier hat es sich bewährt, zwei gleichgeschlechtliche Geschwisterkinder aus dem selben Wurf zu nehmen. Diese vertragen sich in der Regel ganz gut.

Natürlich ist es dabei wichtig, dass der Züchter bei der Geschlechtsbestimmung 100%-ig sicher ist, damit man selbst nicht zum unfreiwilligen Hasenzüchter expandieren muss.

 

Größenvorgaben für eine artgerechte Hasenhaltung

Nach dem Landesbeirat für Tierschutz Baden-Württemberg soll ein Kaninchenkäfig für zwei Kaninchen mit einer Körperlänge bis 40cm folgende Maße haben (Vgl. dazu das Merkblatt zur Haltung von Kaninchen als Heimtiere aus dem Jahre 2005.):

  • Breite: Mindestens 120cm,
  • Tiefe: Mindestens 60cm,
  • Höhe: Mindestens 50cm.

Wenn man dabei berücksichtigt, dass es sich dabei um vorgegebene Mindestgrößen handelt, so ist es erschütternd, dass die allermeisten Hasenkäfige, die im Handel angeboten werden, nur ca. 100cm (Breite) x 50cm (Tiefe) x 50cm (Höhe) groß sind. Es gibt aber auch einige Käfige, die genau die vorgegebenen Mindestmaße aufweisen und sogar einige wenige, die bis 140cm (Breite) x 70cm (Tiefe) x 60cm (Höhe) groß sind. Mögen diese Zahlen bald veraltet sein, damit sie hier durch größere ersetzt werden können.

Auf www.kaninchenstall.info gibt es noch weitere Infos und Angaben zum Thema Kaninchenstall-Größe.

Was die artgerechte Haltung betrifft, so können jedoch auch diese Mindestgrößen diesem Anspruch nicht gerecht werden. Wenn die Hasen wirklich artgerecht leben sollen, muss es ihnen auch möglich sein, ihre natürlichen Bewegungsmuster in ihrem dauerhaften Lebensraum (Käfig) auszuführen. Doch in welchem Hasenkäfig können sich die Tiere mit aufgestellten Ohren aufrichten, Luftsprünge und Kapriolen machen oder rennen und Haken schlagen? Ein Hasenkäfig bedeutet in jedem Fall einen großen Kompromiss zu Lasten der Lebensqualität der Hasen. Hier sollte sich jeder Hasenfreund nichts vormachen.

 

Die räumlichen Gegebenheiten vom Hasenkäfig-Standort

Der Grund dafür, dass es in der Regel nicht so riesige Hasenkäfige gibt, wie sie für die artgerechte Hasenhaltung eigentlich sein müssten, liegt vielleicht einerseits in den erschwerten Versandmöglichkeiten.

Vor allem liegt es jedoch vermutlich auch an der Nachfrage und dem Kaufverhalten der Hasenfreunde. Nur wenigen „Otto-Normal-Verbrauchern“ ist es möglich, einen Hasenkäfig mit Übermaßen in den hochgeschätzen Wohnraum zu integrieren, sodass das Zimmer anschließend nicht nicht wie ein umfunktionierter begehbarer Hasenstall aussieht. Einen Hasenkäfig mit den deutlich zu kleinen Maßen von 100cm (Breite) x 50cm (Tiefe) x 50cm (Höhe) kann man etwas besser in der Wohnung unterbringen, ohne selbst große Einbußen an heimatlicher Lebensqualität machen zu müssen.

Doch gerade hier muss ein Umdenken stattfinden. Wenn die Hasen wirklich als geliebte Mitbewohner verstanden werden sollen und nicht nur als bloße Fleischlieferanten, dann sollte man auch bereit sein, Wohnraum abzugeben und Kompromisse in der eigenen Lebensqualität zu machen. Wenn man bedenkt, wie groß der Kompromiss und die Einschränkung an Lebensqualität für die Hasen ist (verglichen mit dem Leben in freier Natur), fällt es leichter, hier selbst Einschränkungen zu machen.

Bevor man also damit beginnt, sich verschiedene Modelle anzusehen, ist der erste Schritt, zuhause einen geeigneten Standort auszuwählen und dann mit Zollstock (am besten mit mehreren Zollstöcken) abzuschätzen, welche Käfiggrößen hier überhaupt realistisch und integrierbar sind. Dann hat man auch eine bessere Vorstellung, was die Optik (vor allem die Farbe des Käfigbodens) betrifft.

Bei dieser Gelegenheit kann man dann auch gleich die Einrichtung einer regelmäßigen (täglichen) Auslaufmöglichkeit für die Hasen mit einplanen.

 

Alternativen zum Hasenkäfig

Wer jetzt verunsichert ist und daran zweifelt, ob die Hasenhaltung in der eigenen Wohnung für einen selber wirklich gewollt und realistisch ist, für den sollen hier noch zwei sinnvolle Alternativen dazu vorgestellt werden, die ernsthaft in Erwägung gezogen werden sollten:

1. Außenhaltung statt Innenhaltung

Ein wetterfester und geräumiger Kaninchenstall (www.kaninchenstall.info) im Garten, der dauerhaft an ein Freilaufgehege angeschlossen ist, ist in jedem Fall die bessere Alternative aus der Sicht der Hasen. Die Vor- und Nachteile der Innen- und Außenhaltung werden im folgenden Kapitel noch weiter vertieft.

2. Keine eigenen Hasen

Wer sich mit all diesen Aufwendungen und Einschränkungen, die die Hasenhaltung mit sich bringt, nun doch nicht mehr so richtig anfreunden kann, für den gibt es noch eine viel schönere, einfachere und sinnvollere Alternative, um für sich selbst oder seine tierliebenden Kindern glücklich zu machen:

Man bedenke doch einfach einmal den ganzen Aufwand und die Kosten der Hasenhaltung und wäge dann ab, ob es sich nicht eher lohnt, dafür öfter einmal den ein oder anderen Tierpark, Zoo oder Züchter zu besuchen bzw. einen Ausflug in die Natur zu den frei lebenden Tieren zu machen. So bleibt man selbst flexibler und ein eventuelles Nachlassen des Interesses an den Hasen vor Ablauf deren Lebenszeit (ca. 10 Jahre) wird nicht zu Problem der dann noch lebenden Tiere.

 


Weitere Hasenkäfig-Kaufkriterien

Abgesehen von der Größe - woran kann man sich orientieren, wenn man einen Hasenkäfig kaufen will? Nun beschäftigen wir uns mit ein paar weiteren grundlegenden Kaufkriterien.

 

Eine oder mehrere Etagen?

Immer häufiger werden verschiedene Hasenstall-Modelle mit zwei oder sogar drei Etagen angeboten. Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass mehrere Etagen besser oder schlechter sind. Sie haben Vor- und Nachteile.

Die Vorteile mehrerer Etagen sind:

  • Es entsteht eine größere Grundfläche.
  • Bei eventuellen Streitigkeiten zwischen den Hasen, kann man sie leicht zeitweise separieren und getrennt halten.
  • In den unteren Etagen fühlen sich die Hasen sicherer und geborgener als in einem normalen Hasenkäfig, da sie durch den Boden der darüberliegenden Etage geschützt sind. Hasen verkriechen sich gerne irgendwo drunter, da sie es gewohnt sind, von ihren natürlichen Feinden von oben angegriffen zu werden.

Die Nachteile sind:

  • Die Höhe der jeweiligen Etage ist meist sehr gering, die Hasen können sich mit aufgestellten Ohren nicht richtig aufrichten bzw. kleine Sprünge machen.
  • Man kommt nicht so gut an alle Käfigbereiche heran, um z. B. einen Hasen herauszunehmen.
  • Der Reinigungs-Aufwand ist höher, da ja auch mehrere Käfigböden gereinigt werden müssen.
  • Die Bewegungsmöglichkeit auf den einzelnen Etagen ist durch die Aufgänge eingeschränkt.
  • Hasen sind keine Klettertiere, sie leben normalerweise auf dem und im Boden.

 

Erweiterungsmöglichkeiten für den Hasenkäfig

Es kann sich im Nachhinein als sehr vorteilhaft herausstellen, wenn man bei der Hasenkäfig-Anschaffung darauf geachtet hat, dass er durch Anbauten, Aufbauten oder andere Möglichkeiten erweiterbar ist. Vielleicht benötigt man später mehr Platz, weil doch unerwartet und uneingeplant Zuwachs kommt oder weil die Hasen sich streiten und verletzen und gelegentlich getrennt werden müssen.

 

Hasenkäfig - Zubehör

Hilfreich ist es auch, wenn wichtiges Zubehör zu dem jeweiligen Hasenkäfig erhältlich ist und sich auch gut in diesen integrieren lässt, wie zum Beispiel ein ein Schlafhaus, eine Tränke und eine Heuraufe.

 

Langfristig verfügbare Ersatzteile

Ein weiterer Pluspunkt für einen ausgesuchten Hasenkäfig wäre es, wenn der Hersteller auch Ersatzteile liefern kann, falls etwas kaputt geht oder zernagt wird wie zum Beispiel die Aufgänge zu den anderen Etagen, die Bodenwanne usw.

Wichtig ist dabei auch, dass es sich dabei um einen Hersteller handelt, der bereits schon längere Zeit am Markt ist und vermutlich auch weiterhin noch lange existiert.

 

Die Qualität des Hasenkäfigs

Die Qualität des Hasenkäfigs ist ein wichtiges Kaufkriterium. Hier lohnt es sich, ein paar Euro mehr auszugeben. Um die Qualität einschätzen zu können, kann man Verschiedenes prüfen und vergleichen:

  • das für den Hasenkäfig verwendete Material
  • das Image des Herstellers
  • die Stabilität: Wie dick sind die Gitterstäbe? Wie gut ist die Konstruktion?
  • der Preis (Das gilt nur bedingt.)

 

Die Bodenwanne

Für die Auswahl des richtigen Hasenstalls sollte auch Aufmerksamkeit auf die Bodenwanne gerichtet werden. Dabei geht es zwar einerseits auch darum, wie stabil (wie dick und aus welchem Material) und wie unempfindlich gegenüber Urin und Reinigungsmittel und heißem Wasser sie ist.

Vor allem geht es aber darum, wie hoch sie ist. Je höher die Seitenränder sind, desto besser. 15cm wären hier super. So kann mehr Einstreu verwendet werden. Je dicker die Einstreuschicht ist, desto wohler fühlen sich die Hasen, desto sauberer und geruchsärmer ist der Hasenkäfig und desto länger kann man die Zeitspanne bis zur nächsten Reinigung werden lassen. Außerdem wird nicht so viel Einstreu aus dem Hasenkäfig gescharrt.

 

Die Praktische Handhabung des Hasenkäfigs

Ein weiters Kriterium für die Kaufentscheidung ist es, die voraussichtliche praktische Handhabung vom Hasenkäfig zu beurteilen, so weit das im Vorfeld möglich ist:

  • Wie gut lässt sich der Hasenkäfig reinigen?
  • Wie gut sind alle Käfigbereiche zugänglich?
  • Wie einfach lässt sich die tägliche Versorgung mit Futter und Wasser durchführen?
  • Wie steht es mit der Ausbruchssicherheit? Gehen die Türen bzw. Klappen zu leicht auf oder löst sich der Käfig von der Bodenwanne?
  • ...

 

Zernagungs- und Verletzungsmöglichkeiten

Die Hasen zernagen alles, was sie gut zernagen können. Daher ist es wichtig, dass die Materialien (Kunststoffe) möglichst hart sind und keine Kanten oder Ecken irgendwo hervorstehen, denn solche Stellen werden vorzugsweise gerne benagt.

Außerdem können scharfe Kanten oder spitze Ecken (oder Käfigdrahtenden) Verletzungsgefahren für die Hasen sein, wenn diese einmal schneller durch den Hasenkäfig rennen oder springen.

 

Optische Kriterien

Nachdem wir die ganzen sinnvollen und praktischen Kriterien beleuchtet haben, soll natürlich auch die Optik eine Rolle bei der Hasenkäfig-Auswahl spielen. Er soll ja Ihnen gefallen. Sie betreiben ja die Hasenhaltung letztendlich, weil Sie (bzw. Ihre Kinder) Freude daran haben wollen.

Hier gibt es eigentlich keine allgemeingültigen Vorgaben. Entscheidend ist Ihr persönlicher Geschmack.

Denken Sie dabei daran, die geplante Umgebung des Hasenkäfigs in der Wohnung mit den bereits vorhandenen Farben mit zu berücksichtigen.

 

Der Kaufpreis

Auch der Preis ist sicherlich für Sie entscheidend. Hier kommt es jedoch nicht auf ein paar Euro an. Wenn man bedenkt, wieviel Geld und Zeit man die nächsten zehn Jahre (Lebenserwartung der Hasen) für die Hasenhaltung (Futter, Einstreu, Tierarztkosten, verschlissenes Zubehör, ...) investieren wird, dann machen die finanziellen Aufwendungen für die Hasenkäfig-Anschaffung dabei nur einen sehr kleinen Teil aus.

Häufig gilt auch hier die Regel, dass derjenige letztendlich günstiger dabei wegkommt, der in gute Qualität investiert, als derjenige, der Billigware kauft, die häufiger nachgekauft werden muss oder erst gar nicht richtig ihren eigentlichen Zweck erfüllt.

Dennoch lohnt es sich auf jeden Fall, die Angebote der verschiedenen Anbieter zu vergleichen, wenn man für sich herausgefunden hat, welches Hasenkäfig-Modell man haben will. Die Unterschiede sind hier erstaunlich groß – gerade im Internet.


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